Das leidige Thema Performance und wie Du sie verbessern kannst!

Ja, ja  das leidige Thema Performance. Es gibt keinen CAD-Konstrukteur der nicht schon mal über eine schlechte Performance geklagt hat.

Gehörst Du auch dazu?

Aber was ist das eigentlich? Was steckt dahinter, wenn von schlechter Performance die Rede ist?

Im Allgemeinen ist damit die Leistung des Computers gemeint bzw. die Zusammenarbeit von Hardware und Software, wie z.B. SOLIDWORKS. Soll heißen um eine gute Performance zu erreichen sollten Hardware und Software aufeinander abgestimmt sein. Natürlich spielt das jeweilige Betriebssystem auch eine tragende Rolle bei der Leistungsfähigkeit Deines Rechners aber leider lässt sich das nicht immer beeinflussen und man hat nur wenige Möglichkeiten dieses zu beeinflussen.

Ich möchte Dir gerne ein paar Tipps geben wie Du aus SOLIDWORKS heraus etwas Kapazität einsparen kannst ohne in die Hardware oder das Betriebssystem eingreifen zu müssen. Aber bitte verwende ein von SOLIDWORKS empfohlenes System und eine zertifizierten Grafikkarte mit aktuellem Treiber. Denn nur dann hast Du eine optimale Basis! Hier kannst Du Dein System überprüfen.

Zu nächst einmal empfehle ich Dir alle Zusatzanwendungen zu deaktivieren, die Du nicht (täglich) benötigst. Denn diese werden im Hintergrund mit geladen und halten unter anderem eine Vielzahl an Daten für Dich bereit – die Du gar nicht brauchst und die Dich unnötig ausbremsen. Du kannst unter Extras, Zusatzanwendungen Deine Anwendungen aktivieren oder auch deaktivieren. Achte bitte auch darauf, ob die Zusatzanwendungen die Du benötigst auch schon ab Start verfügbar sein müssen.

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Wenn wir schon mal beim Starten sind. Achtest Du eigentlich auf die Neuigkeiten im rechten Taskfensterbereich? Nein. Dann schalte die „News“ aus.

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Das Arbeiten mit Bauteilen in unterschiedlichen Versionen kann Dich ebenfalls ausbremsen. Bauteile die nicht in der aktuellen Version sind, erkennst Du an dem kleinen Ausrufezeichen neben der Speicherdiskette. Wenn Du in einer Baugruppe arbeitest, konvertiere bitte alle Teile bitte in die gleiche Version. Du kannst dies manuell machen indem Du das einzelne Bauteil in der aktuellen Version öffnest und speicherst.  Oder Du verwendest den SOLIDWORKS-Taskplaner und konvertierst Stapelweise.

Einer der absoluten Performance-Killer ist eine zu hohe Bildqualität. Die Bildqualität steuert die Auflösung der Kanten und hat einen enormen Anteil an der Dateigröße. Für eine normale CAD-Konstruktion benötigst Du maximal ein Viertel der verfügbaren Bildqualität. Bitte schau in den à Systemoptionen à Dokumenteigenschaften nach wo genau Dein Schieberegler sitzt und schiebe ihn ggf. in das vordere Viertel. Anschließend solltest Du Deine Dokumentvorlage mit dieser Einstellung aktualisieren.

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In den Systemoptionen findest Du einen weiteren Tipp von mir. Unter Baugruppen kannst Du die Optionen für den Modus Große Baugruppen steuern. Du kannst ein automatisch reduziertes Laden auf die Anzahl der Bauteile in der Baugruppe einschränken. Du erkennst reduzierte Bauteile im Featuremanager an der kleinen Feder. Über die rechte Maustaste kannst Du jederzeit auf vollständiges Laden manuell umschalten.

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Einen Tipp den ich Dir schon in meinem vorangegangen Blogbeitrag empfohlen habe ist das Verwenden voll definierten Skizzen. Damit vermeidest Du unangenehme Folgefehler! Ob eine Skizze voll definiert ist, erkennst Du daran, dass Deine Skizzenelemente  schwarz dargestellt werden und in der Anzeigeleiste unten, rechts steht entsprechend der Text „Voll definiert“. Es gibt sogar einen Skizzenbefehl, der Dir hierbei helfen kann. Unter Menü anpassen findest Du den Befehl „Skizze vollständig definieren“. Lege Dir diesem Befehl mit in die Skizzenbefehle.

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Richtig Mustern. Aber wie? Aktiviere beim Mustern bitte den Haken für Geometriemuster. Hierbei wird nur das Ausgangsfeature berechnet und nicht alle Instanzen.

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Mein absolutes Lieblingstool für das Einsparen von Performance ist die Einfrierleiste für Teile. Mit diesem kleinen Trick kannst Du deutlich Zeit beim Laden einsparen kannst somit schneller Arbeiten. Du musst lediglich die „Einfrierleiste“ in den à Systemoptionen à Allgemein aktivieren. Wenn Du die Leiste aktiviert hast erscheint im FeatureManager eine gelbe Leiste, die Du runter ziehen kannst um Features für das durchrechnen zu sperren. Anschließend siehst Du vor den Features Schlösser. Durch ein wieder Hochschieben der der Einfrierleiste kannst Du die Features wieder freigeben.

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Über die Leistungsbewertung kannst Du Deine „Ersparnis“ auslesen.

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Mein letzter Tipp für Dich in diesem Beitrag betrifft die sogenannten kosmetischen Features. Versuche Radien und Fasen immer möglichst am Ende Deiner Konstruktion zu erstellen. Manchmal ist da nicht immer möglich und da macht es oft Sinn, wenn man diese kosmetischen Features über eine zweiten Konfiguration steuert.

Ich hoffe Du kannst ein paar Tipps und Tricks zur Performance-Einsparung in SOLIDWORKS für Dich mitnehmen!

Vielen Dank fürs lesen!

About the author: Isabelle Geil

I'm always motivated, flexible, creative! I'm open for new technical innovations and I've a teeny-weeny weakness for #COFFEE - That's me!

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